TOPIC: pacific daybreak - broken nights
"Zum erstenmal hörte ich den MOJO JAZZ MOB auf der „Burn Down To Zero“ Compilation, wo ihr Song zusammen mit der nicht ganz unähnlichen Mushroom River Band das Highlight war. Seid 1998 aktiv, zählen sie wohl zusammen mit Colour Haze zu den dienstältesten Stonerrockbands aus unserem Jungle, die Kyuss und Black Sabbath nicht nur studiert, sondern wirklich verinnerlicht haben. Schleppende, sägende Riffs und schweren Hooklines, erinnern manchmal an Orange Goblin, aber der MOJO JAZZ MOB ist mehr eine fette Version von Orange Goblin, mit 100 Tonnen mehr Fuzz. Manchmal fliegen die Gitarren immer wieder zwischen den schweren Riffs in psychedelische Gefilde. Gleich beim ersten Song „Seraphyme U.S.D.“ verschraubt sich die Gitarre am Ende in ein krautiges-progressives Lead-Riffing. Allerdings bestimmen diese Momente nicht das Album sondern tauchen immer wieder zwischendurch mal auf, wie beim Song „Lotus“ wo zwischen den Heavy Riffs ein weicher, vibrierender, flirrender Pink Floyd Teppich schwebt. Der Sänger singt dabei voller Inbrunst passend zu diesem erdigen, dreckigen, staubigen Stonerrock, er zeigt das seine Stimme verschiedene Facetten und vor allem den Bluuuuuuuuuooooooooooooeszzzzzzz von Hermano hat. Bei „Cocaine Circle S.E.X.“ lassen sie noisige Buffalo Tom-Hüsker Dü- Lawinen ins Tal donnern und „Rigur Mortis“ beginnt mit einem apokalyptischen Gitarreninferno das ein bedrohliches Gewicht vor sich hin schiebt, alles plattwalzt und eine Spur aus zäh, glühender Lava hinterlässt.
Alle die nach Kyuss und Monster Magnet dem Stoner den Rücken zugewendet haben, sollen ruhig glauben das dieses Genre Tot ist. Die es besser wissen hören die feinen Veröffentlichungen vom Elektrohasch Label (wie Rotor, Hainloose, Colour Haze, Sgt. Sunshine u.a.), fahren zum Stoned From The Underground Festival, freuen sich über Bands wie Mexicola Oil Company und werden auch sicher vom MOJO JAZZ MOB begeistert sein."

| swamp-room.de | 11/2007


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