TOPIC: pacific daybreak - broken nights
"Mojo Jazz Mob werden mittlerweile neben Colour Haze zu den dienstältesten deutschen Stonerbands gezählt. Seit Ende der Neunziger treiben sich die Münsterländer nun schon auf den Bühnen des Landes und hinterlassen kaum Zweifel an musikalischem Können und Hingabe an den wahren Groove. Umso mehr verwundert es, das es so lange dauerte bis mit „Pacific Daybreak Broken Nights“ ein erster Longplayer veröffentlicht wurde, hatte die Band doch bis dato ausschließlich E.P.s und Samplerbeiträge zu verbuchen. Ich muss gestehen, dass es schon eine ganze Weile her ist, seit ich ihre letzte Veröffentlichung gehört hab, so dass ich hier keine Direktvergleiche ziehen möchte. Trotz dessen waren viele Songs des Albums schon auf dem vorhergehenden „Toursampler“ zu finden. Ich weiß nicht woran es liegt, dass es so lange dauerte, aber seit dem ersten Hören von „Pacific Daybreak Broken Nights“ hält mein Kopf nicht mehr still, wenn ich die Scheibe nur kurz anspiele... manchmal braucht man vielleicht viele Anläufe. Meine Herrschaften, hier haben wir tatsächlich ein Spitzen-Album am Start! Die Einflüsse sind klar: viel normannischer Stonerrock von Lowrider bis Magnified Eye, plus einer ordentlichen Ladung On A Pale Horse. Bei dem Song „Cocaine Circle S.E.X.“ werden auch mal Queens Of The Stone Age-Melodien deutlich und die charakteristischen Twingitarrenleads scheinen mir sehr vom Metal wie z.B. In Flames inspiriert, trotz all diese Einflüssen klingen Mojo Jazz Mob bei weitem nicht blöd abgekupfert sondern bringen auch eine ganze Menge Frische mit und es haut einen durchweg in die Couch. Aber nicht nur die überwiegend harten Riffs, auch die leiseren, psychedelischen Momenten meistern sie mit Eindruck. Und wer hier noch über den angenehm eigenwilligen Bandnamen wundert, muss eigentlich nur eines wissen: Mojo Jazz Mob bedeutet Heavy Rock mit Suchtpotenzial!"

| generated-x.de | 12/02/2008
| by Christian Peters

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